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Zeitfahr-Spezialist Martin fährt seit 2008 für den Rennstall HTC © getty

Dem Cottbuser gelingt auf der 10. Etappe sein zweiter großer Zeitfahr-Triumph in diesem Jahr. Sein Ziel ist der WM-Titel.

Salamanca/München - Tony Martin ist endgültig in die Favoritenrolle für die Zeitfahr-WM gerast:

Nach seiner überragenden Vorstellung beim Etappensieg beim Einzelzeitfahren der 66. Vuelta richtete der Cottbuser Radprofi sein Augenmerk bereits auf das nächste große Ziel. "Wegen diesem Zeitfahren bin ich bei der Vuelta", erklärte er (DATENCENTER: Die Vuelta 2011).

"Mein Ziel ist es Zeitfahrweltmeister zu werden. Die ganze Vuelta ist eine Vorbereitung dafür."

"Eine schöne Sache"

Den Erfolg im Zeitfahren nimmt Tony Martin natürlich gerne mit: "Es ist eine schöne Sache, bei der Vuelta eine Etappe zu gewinnen." Der Fokus des 26-Jährigen liegt klar auf der WM: "Ich bin fit, die Kondition stimmt nach wie vor. Ich bin sehr zufrieden und sehr optimistisch."

Erneut zwang Martin bei seinem Etappensieg auch den Schweizer Fabio Cancellara in die Knie - und das überraschend deutlich.

Auf dem 47 Kilometer langen Teilstück durch Salamanca nahm Martin dem amtierenden Zeitfahrweltmeister 1:27 Minuten ab, selbst der zweitplatzierte und neue Gesamtführende Christopher Froome (Großbritannien/Sky) lag fast unglaubliche 59 Sekunden hinter Martin, der 55:54 Minuten benötigte.

"Optimale Rennstrategie"

"Ich hatte eine optimale Rennstrategie", erklärte Martin nach dem Rennen: "Man muss bei so einem langen Zeitfahren clever fahren."

So hatte Martin nach der ersten Zwischenzeit bereits 42 Sekunden Vorsprung auf Cancellara, den der Weltranglistenzwölfte nach wie vor als seinen größten Favoriten auf den Weltmeistertitel bezeichnet (NEWS: Alles zum Radsport).

Sieg bei der Tour

Damit bestätigte der 26-jährige Cottbuser seine Topform, die er bereits bei der Tour de France gezeigt hatte. Dort hatte Martin das Einzelzeitfahren auf der 20. Etappe nach Grenoble gewonnen. "Der Etappensieg war immer ein großer Traum von mir", sagte Martin damals.

Jetzt ist der nächste Traum klar anvisiert. Zwei Mal hat Martin jetzt seinen großen Konkurrenten Fabio Cancellara deutlich geschlagen. Ein deutliches Indiz, dass der WM-Titel in diesem Jahr nur über Martin geht.

Zweiter deutscher Tagessieg

Martins Erfolg am Montag war auch der bereits zweite deutsche Tagessieg bei der Vuelta 2011. Am Freitag hatte Sprinter Marcel Kittel (Arnstadt/Skil-Shimano) das siebte Teilstück gewonnen und damit den bisher größten Erfolg seiner Karriere gefeiert.

Nach einem Ruhetag geht die Vuelta am Mittwoch mit der 167 Kilometer langen 11. Etappe von Verin nach Estacion de Montana Manzaneda weiter.

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