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Der Belgier Johan Museeuw wurde 1996 in Lugano Straßenrad-Weltmeister © getty

Der Dopingsünder muss einen hohen Betrag zahlen, aber nicht hinter Gitter. Auch über die Drahtzieher wird das Urteil gefällt.

Kortrijk - Der frühere Straßenrad-Weltmeister Johan Museeuw ist wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz von einem Gericht im belgischen Kortrijk zu einer Haftstrafe von zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

Außerdem muss der inzwischen 43-Jährige Belgier, der je dreimal die Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix gewann, eine Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro zahlen.

Das gleiche Strafmaß wie Museeuw erhielten auch die früheren Profis Jo Planckaert, Cross-Weltmeister Mario De Clercq und Chris Peers, denen ebenfalls der Besitz und Handel von Dopingmitteln nachgewiesen worden war.

Zwölf Monate für die Drahtzieher

Veterinär Jose Landuyt und Pfleger Herman Versele wurden als Drahtzieher des Skandals zu einem Jahr Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro verurteilt.

Vier weitere Personen erhielten Haftstrafen von sechs Monaten auf Bewährung zuzüglich einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro.

Muskelbildende Mittel

Der Fall war durch die Untersuchungen gegen Landuyt bekannt geworden. Der geständige Tierarzt aus Oostrozebeke hatte Sportler mit muskelbildenden Medikamenten versorgt.

Mit der Aufzeichnung von Handy-Gesprächen und SMS-Mitteilungen konnte die Justiz auch Museeuw nachweisen, dass er sich mit den Dopingmitteln Epo, Aranesp und Dexomethason eingedeckt hatte. (Der Rennkalender)

Im Januar 2007 hatte der Klassikerspezialist ein Doping-Geständnis abgelegt.

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