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Ein Bild aus T-Mobile-Tagen: Sinkewitz, Ullrich, Klöden (v.l.) © imago

Der zweimalige Tour-Zweite steht offenbar weiter im Fokus der Ermittlungen zum systematischen Doping im früheren T-Mobile Team.

Freiburg - Der zweimalige Tour-Zweite Andreas Klöden steht offenbar weiter im Fokus der Ermittlungen zum systematischen Doping im früheren T-Mobile Team.

Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, soll in der Aussage des geständigen Doping-Sünders Patrik Sinkewitz beim Bundeskriminalamt (BKA) dessen Ex-Teamkollege Klöden als Mitglied des so genannten "Rhein-Konvoi" genannt worden sein.

Der hatte am Abend des Tour-Prologs am 1. Juli 2006 einige T-Mobile-Fahrer zum Blutdoping in die Universitätsklinik Freiburg befördert.

Allerdings wollte der zuständige Freiburger Oberstaatsanwalt Wolfgang Maier auf "sid"-Anfrage den Namen Klöden nicht bestätigen. "Es gibt derzeit keine neuen Erkenntnisse. Allerdings gibt es immer noch Bewegung in den Ermittlungen, die aber wohl nicht vor Februar abgeschlossen sind", sagte Maier.

Sinkewitz gab detaillierte Informationen

Wie der "Focus" berichtet, sollen Sinkewitz und dessen ehemalige Freundin in ihren Aussagen gegenüber dem BKA detaillierte Informationen über den Konvoi von Straßburg nach Freiburg gegeben haben.

Bereits im März war bekannt geworden, dass in den Aussagen die Namen weiterer mutmaßlicher Blutdoper genannt worden waren - allerdings ohne diese ausdrücklich zu nennen.

Franke erklärt sein Unverständnis

Dopingexperte Prof. Werner Franke erklärte in dem Magazin derweil sein Unverständnis für den schleppenden Fortgang der Ermittlungen.(Der Rennkalender)

"Ich kann nicht verstehen, warum Andreas Klöden nicht längst vor einem Richter aussagen musste", sagte der Heidelberger Molekularbiologe und Anti-Doping-Kämpfer.

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