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Jan Ullrich wurde 1999 und 2001 Zeitfahr-Weltmeister © getty

Jan Ullrich fühlt sich wegen seiner Verwicklung in den Skandal um Dopingarzt Fuentes schlecht behandelt. Er "musste sehr leiden".

München - Jan Ullrich hat mit Bedauern auf sein Karriereende vor fünf Jahren zurückgeblickt.

"Ich würde mir wünschen, dass meine Karriere anders zu Ende gegangen wäre", sagte der Toursieger von 1997 in einem Interview mit dem Internetportal "Cyclingnews".

Er wäre 2006 so oder so abgetreten, allerdings hatte er sich ein anderes Ende vorgestellt.

Nach seiner Verwicklung in den Skandal um Dopingarzt Eufemiano Fuentes hatte das T-Mobile-Team seinen Superstar unmittelbar vor dem Start der Tour de France suspendiert, wenige Monate später beendete Ullrich seine Laufbahn.

"Viel Zeit mit meiner Familie verbracht"

"Mehrere Nationen waren in dem Fall verwickelt. Die Spanier sind damit entspannter umgegangen. In Deutschland wurde ich dagegen zur Schlachtbank geführt und musste sehr leiden", ergänzte Ullrich, der sich derzeit in Florida aufhält, wo er an einem Jedermann-Rennen teilgenommen hatte.

Nach seiner Genesung von einem Burn-out-Syndrom, genieße er es wieder Sport zu treiben.

Ullrich mit Abstand

"Nach dem Ende meiner Karriere musste ich Abstand gewinnen und habe viel Zeit mit meiner Familie verbracht", sagte Ullrich.

Seine Familie habe in dieser Zeit immer hinter ihm gestanden.

Ullrich ist mit Sara, der Schwester seines früheren Teamkollegen Tobias Steinhauser, verheiratet und hat mit ihr zwei Söhne. Aus erster Ehe hat er noch eine Tochter.

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