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Lance Armstrong wird vom ehemaligen Tour-de-France-Sieger Greg LeMond des EPO-Dopings bezichtigt © getty

Die Ermittlungen um die "Operation Puerto" werden aufgerollt. Armstrong ist unbeschwert und stolz aufs eigene Testprogramm.

München - Das Comeback von Superstar Lance Armstrong und das Thema Doping beherrschen einen Tag vor dem Start der Radsport-Saison 2009 die Schlagzeilen.

Während Armstrong im Vorfeld der Fernfahrt "Down Under" in Australien im Visier der Dopingkontrolleure ist, werden die spanischen Ermittler im Rahmen der "Operacion Puerto" ihre Arbeit unerwartet fortsetzen können.

Nach Informationen der Tageszeitung "El Pais" hat ein Bezirksgericht in Madrid die Wiederaufnahme der Ermittlungen wegen des Verdachts der gesundheitlichen Gefährdung der Allgemeinheit angeordnet und damit eine Entscheidung von Richter Antonio Serrano revidiert.

"Auch über Fußball und Tennis sprechen"

Serrano hatte am 29. September vergangenen Jahres angeordnet, die Akte zu schließen. Nun wird die Affäre um den als Dopingarzt beschuldigten Spanier Dr. Eufemiano Fuentes neu aufgerollt.

Damit könnte auch der ehemalige Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich wieder in den Blickpunkt rücken, dessen Name im Zusammenhang mit den Ermittlungen immer wieder genannt wurde.

Von der Fortsetzung der Untersuchungen im Fall "Operation Puerto" erfuhr Armstrong in der südaustralischen Hauptstadt Adelaide, wo er am Sonntag sein Wettkampf-Comeback dreieinhalb Jahre nach seinem Rücktritt startet (In Australien fährt der Gutmensch Armstrong) .

"Ich unterstütze jede neuen Maßnahme im Kampf gegen Dopingbetrüger. Aber wir sollten nicht vergessen, dass Doping nicht nur eine Radsport-Angelegenheit ist. Man sollte in dieser Hinsicht auch über Tennis oder Fußball sprechen, dann sind viele davon betroffen", sagte der US-Profi.

"Stolz" auf eigenes Testprogramm

Im Vorfeld der sechstägigen Down-Under-Fahrt ist Armstrong (Lance als Heilsbringer) nach eigenen Angaben bereits zweimal binnen einer Woche von den Dopingfahndern kontrolliert worden.

Doch auch alle anderen Fahrer im 133-köpfigen Teilnehmer müssen sich Tests unterziehen. In Sachen Doping hat der oft verdächtigte Armstrong hinsichtlicher seiner eigenen Werte keine Bedenken.

Der siebenmalige Tour-de-France-Sieger arbeitet mit einem eigenen Testprogramm, für das er eigens den Anti-Doping-Experten Don Catlin engagiert hat. "Das ist das umfassenste

Anti-Dopingprogramm in der Geschichte des Sports. Darauf bin ich stolz", sagte Armstrong am Samstag auf einer Pressekonferenz in Adelaide.

Zwölfmal kontrolliert worden

Der Texaner muss sich aber natürlich auch den Dopingfahndern des Weltverbandes UCI bzw. der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA stellen.

"Ich bin seit meiner Comeback-Ankündigung Anfang September insgesamt zwölfmal kontrolliert worden. Ich möchte erstmal jemand sehen, der zwölf Kontrollen in den vergangenen 12 Monaten hatte", sagte Armstrong.

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