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Der als "Dopingarzt" bekannt gewordene Fuentes (r.) auf dem Weg zum Gericht © getty

Die Ermittlungen im Skandal um Eufemiano Fuentes werden wieder aufgenommen. Eine Richterentscheidung wurde revidiert.

Madrid - Der als "Operacion Puerto" bekannt gewordene größte Dopingskandal des Sports wird neu aufgerollt.

Diese bereits am 12. Januar getroffene Entscheidung des Madrider Bezirksgerichts wurde nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur "afp" am Montag aus Justizkreisen bestätigt.

Bei der "Operacion Puerto" hatten die spanischen Dopingfahnder im Mai 2006 die Madrider Praxis des ehemaligen Kelme-Teamarztes Dr. Eufemiano Fuentes durchsucht.

Dabei waren Blutbeutel und Namenslisten von rund 200 Fuentes-Kunden gefunden worden. ad

Auch der Name des ehemaligen Tour-de-France-Siegers Jan Ullrich kam damals ins Spiel.

Richterentscheidung revidiert

Bereits am Samstag hatte die spanische Tageszeitung "El Pais" berichtet, dass die im vergangenen Herbst eingestellten Doping-Ermittlungen im Rahmen der "Operacion Puerto" wieder aufgenommen werden sollen.

Das Madrider Bezirksgericht begründete den neuen Schritt nun mit dem Verdacht der gesundheitlichen Gefährdung der Allgemeinheit und revidierte damit eine Entscheidung von Richter Antonio Serrano.

Serrano hatte am 29. September vergangenen Jahres angeordnet, die Akte zu schließen.

CAS, UCI und WADA forderten Wiederaufnahme

Die Wiederaufnahme des Verfahrens hatten neben dem Internationalen Sportgerichtshof CAS der Radsport-Weltverband UCI, die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und der spanische Radsportverband beantragt.

Das Bezirksgericht soll bereits am 12. Januar Grünes Licht gegeben haben, bestätigte dies bislang jedoch nicht offiziell.

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