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Nach dreieinhalb Jahren Pause ist mit Lance Armstrong noch nicht viel los © AFP

Am Ende des Hauptfelds: Der Texaner sieht zum Auftakt der Tour Down Under als 120. wenig Land - und erwägt dennoch, die Karriere über 2009 hinaus fortzusetzen.

Adelaide - Rad-Profi Andre Greipel hat die erste Etappe der Tour Down Under gewonnen. Der Vorjahressieger vom Team Columbia setzte sich nach 140 km von Norwood nach Mawson Lakes im Massensprint vor dem Australier Baden Cooke (Unisa) und dessen Landsmann Stuart O'Grady (Saxo Bank) durch.

Der siebenmalige Tour-Sieger Lance Armstrong (Astana) rollte als 120. am Ende des Hauptfeldes ins Ziel. (Die Legende radelt im Feld mit)

"Alles was ich hier wollte, war ein Etappesieg. Was jetzt kommt, ist Zugabe", sagte Greipel. Der gebürtige Rostocker hatte bereits im Vorjahr vier Etappen gewonnen und trägt nun erneut das orangene Trikot des Gesamtführenden.

Armstrong zeigte sich nach seinem ersten Pro-Tour-Rennen nach dreieinhalb Jahren Pause überrascht von den Bedingungen. (56423Die Bilder des Comebacks)

Probleme mit mehr als 40 Grad

"Es hieß, es würde ein leichter Tag werden. Aber der Streckenverlauf zusammen mit Temperaturen über 40 Grad machten es schwierig", sagte er.

Wenn Armstrong nicht untertreibt, fehlt dem Amerikaner wohl doch noch einiges zur nötigen Renn-Härte, denn das Feld fuhr einen relativ gemächlichen Schnitt von 37,3 km/h. Zum Vergleich: Auf Flachetappen der Tour de France wird teilweise deutlich über 40 km/h gefahren. (DATENCENTER: Zwischenstände und Ergebnisse)

Am Abend war Armstrong jedoch wieder bei Kräften und für seine Krebsstiftung unterwegs. Mit Australiens Premierminister Kevin Rudd sprach er beim Abendessen über seine globale Livestrong-Kampagne. (In Australien fährt der Gutmensch Armstrong)

"Will mich zeitlich nicht beschränken"

Derweil liebäugelt der 37-Jährige offiziell erneut mit einer Karriere-Fortsetzung über die Saison 2009 hinaus. "Wir werden sehen, wie es läuft. Vielleicht hänge ich noch eine Saison dran. Ich will mich zeitlich nicht beschränken", sagte der Astana-Profi der französischen Sporttageszeitung "L'Equipe".

Bei der diesjährigen Tour de France will Armstrong vor allem Beliebtheitspunkte sammeln. "Ich habe das Rennen gewonnen, aber nie die Herzen der Franzosen. Das ist wahrscheinlich das Schwierigste", sagte der Texaner.

Auf die Frage, warum er das Angebot der französischen Anti-Doping-Agentur (AFLD) zur erneuten Untersuchung seiner Doping-Proben des Jahres 1999 ausschlug, meinte Armstrong lapidar: "Weil ich nie betrogen habe. Weder 1999, noch 2000, 2005 oder 2009."

Sechsmal ein Epo-Fund

Die L'Equipe hatte 2004 zahlreiche Dopingproben von 1999 erneut untersuchen lassen. In sechs Tests, die Armstrong zugeordnet werden konnten, wurden Spuren des Blutdopingmittels Epo gefunden.

Bereits bei seiner Comeback-Ankündigung im September hatte Armstrong gelobt, seine Blutwerte auf seiner Internetseite zu veröffentlichen. Zu sehen ist davon bis heute allerdings nichts. (Doping-Bekämpfer Lance)

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