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Philippe Gilbert (l. mit Sagan) wurde 2012 Weltmeister im Straßenrennen © imago

Beim 48. Amstel Gold Race möchte der Weltmeister zurück in die Erfolgsspur, Überflieger Sagan sein starkes Frühjahr fortsetzen.

Maastricht - Weltmeister Philippe Gilbert will zurück in die Erfolgsspur, der unbekümmerte Überflieger Peter Sagan sein starkes Frühjahr fortsetzen:

Beim 48. Amstel Gold Race am Sonntag steht vor allem das Duell der beiden Klassikerspezialisten im Fokus.

Besonders beim Belgier Gilbert ist die Motivation vor dem anspruchsvollen Ritt durch die niederländischen Ardennen groß, am Ort seines größten Erfolges will der Radprofi endlich den ersten bedeutenden Sieg im Regenbogentrikot feiern.

Beim belgischen Eintagesrennen Pfeil von Brabant am Mittwoch hatte sich Gilbert seinem slowakischen Konkurrenten im Sprint zwar knapp geschlagen geben müssen, dennoch blickt der BMC-Profi dem Rennen nach der Amstel-Generalprobe optimistisch entgegen.

"Wichtiger Schritt für Ardennen"

"Es ist immer schöner zu gewinnen, aber es ist ein wichtiger Schritt für die Ardennen und gut für den Kopf", sagte Gilbert, der seit längerem seiner Top-Form hinterherfährt.

Im Frühling 2011 hatte er binnen acht Tagen den "Ardennen-Grand-Slam" mit Siegen beim Amstel Gold Race, dem Fleche Wallone und bei Lüttich-Bastogne-Lüttich geschafft.

Nach seinem Wechsel zu BMC 2012 gelang ihm erst bei der WM in Valkenburg das versöhnliche Ende einer durchwachsenen Saison.

Gilbert setzt auf Kursanpassung

Damals führte der Kurs über weite Streckenabschnitte des Amstel Gold Race, das Ziel war jedoch rund einen Kilometer hinter den berüchtigten Cauberg gelegt worden.

Gilbert attackierte am Anstieg und fuhr im Alleingang zu Gold. Seither lief es für den 30-Jährigen jedoch wieder bescheiden.

Hoffnung für Sonntag schöpft Gilbert an die Kursanpassung in Anlehnung an die WM, erneut liegt das Ziel weit hinter der Spitze des Cauberges.

Degenkolb nicht dabei

Neben Gilbert und Sagan gelten Joaquin Rodriguez (Spanien/Katjuscha), Alejandro Valverde (Spanien/Movistar), Simon Gerrans (Australien/Orica) sowie auch Thomas Voeckler (Frankreich/Europcar) als Sieganwärter.

Aus deutscher Sicht könnte in Abwesenheit des WM-Vierten John Degenkolb dessen Teamkollege Simon Geschke für eine Überraschung sorgen.

Auch das deutsche Wildcard-Team NetApp-Endura will sich beweisen.

Deutsche Siege gab es durch Olaf Ludwig (1992), Erik Zabel (2000) und Stefan Schumacher (2007). Rekordsieger ist Jan Raas (Niederlande) mit fünf Erfolgen (1977 bis 1980, 1982).

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