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Wird erst mal nicht mehr jubeln: Roman Kreuziger ist weiterhin gesperrt
Roman Kreuziger gewann 2008 die Tour de Suisse © getty

Die Tscheche hängt mit seinem Solo-Ritt die gesamte Konkurrenz ab. Mitfavorit Andy Schleck muss nach einem Sturz aufgeben.

München/Maastricht - Der tschechische Radprofi Roman Kreuziger hat die 48. Auflage des Eintagesklassikers Amstel Gold Race gewonnen.

Der 26-Jährige vom Team Saxo hatte nach 252 km, 34 Anstiegen sowie sechseinhalb Stunden Fahrzeit die größten Kraftreserven und siegte am Cauberg vor Alejandro Valverde (Spanien/Movistar) und Simon Gerrans (Australien/Orica).

Der Münsteraner Fabian Wegmann (Garmin) fuhr als bester Deutscher auf Rang zehn.

"Ich habe gehört, wie die Zuschauer meinen Namen gebrüllt haben. Ich habe nur getreten und getreten und mir nichts gedacht. Dieser Erfolg ist ein tolles Gefühl", sagte der ausgelaugte Kreuziger nach seinem ersten Sieg bei einem Klassiker.

Favoriten Sagan und Gilbert

Mit Weltmeister Philippe Gilbert (Belgien/BMC) und dem Slowaken Peter Sagan (Cannondale) waren die Favoritenrollen vor dem Ritt durch die niederländischen Ardennen klar verteilt.

Beide hatten zuvor bereits den Sieg bei der "Generalprobe" Pfeil von Brabant (Belgien) unter sich ausgemacht, Sagan gewann.

Am Ende schaffte es keiner der beiden am Cauberg unter die Top drei.

Zahlreiche Stürze

Unterwegs hatte es bei frühlingshaften 18 Grad zahlreiche Stürze gegeben. Der ebenfalls zum Favoritenkreis zählende Joaquin Rodriguez (Spanien/Katjuscha) musste das Rennen ebenso beenden wie der Luxemburger Andy Schleck (RadioShack) und der Gerolsteiner Johannes Fröhlinger (Argos).

Auch Gilbert war gestürzt und musste sich alleine ins Hauptfeld zurückkämpfen. Eine siebenköpfige Ausreißergruppe hatte sich nach der Hälfte des Rennens einen Vorsprung von elf Minuten herausgefahren.

Verfolger sind sich uneinig

In den kraftraubenden Anstiegen kam das Peloton gegen Ende des Rennens jedoch wieder heran. Sieben Kilometer vor dem Ziel wagte Kreuziger die entscheidende Attacke.

Der Tscheche profitierte dabei von der Uneinigkeit der Verfolger, eine weitere Attacke von Gilbert parierte das Hauptfeld.

2011 auf Platz fünf

Für Kreuziger, der 2011 beim Amstel Gold Race auf Platz fünf gefahren war, reichte der Vorsprung zum Sieg.

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