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Der Brite Mark Cavendish (r.) wurde 2011 Weltmeister im Straßenrennen © imago

Der Brite feiert beim Giro d'Italia auf der 6. Etappe seinen zweiten Tagessieg. Der erste chinesische Teilnehmer steigt aus.

Margherita di Savoia - Der frühere Straßenrad-Weltmeister Mark Cavendish hat auf der sechsten Etappe seinen zweiten Tagessieg beim 96. Giro d'Italia gefeiert.

Der Brite vom Team Omega Pharma-Quickstep setzte sich nach 169 km von Mola di Bari nach Margherita di Savoia im Zielsprint vor dem Italiener Elia Viviani (Cannondale) und Matthew Harley Goss (Australien/Orica) durch.

Dem deutschen Sprintspezialisten John Degenkolb vom Team Argos-Shimano fehlten einen Tag nach seinem ersten Etappensieg bei der Italien-Rundfahrt die Kräfte, der 24-Jährige hatte nichts mit der Entscheidung zu tun.

Cavendish freut sich

"Ich bin total glücklich", sagte Cavendish nach seinem zwölften Tagessieg bei einem Giro und dem 38. Etappenerfolg bei einer der drei großen Rundfahrten.

Bereits am Samstag hatte der 27-Jährige zum Giro-Auftakt in Neapel gewonnen.

Den Erfolg vom Donnerstag widmete der Brite dem Belgier Wouter Weylandt, der zwei Jahre zuvor während des Giro tödlich verunglückt war. "Es ist für uns alle ein besonderer Tag. Wir denken an Wouter, und wir vermissen ihn", sagte Cavendish.

Paolini im Rosa Trikot

Das Rosa Trikot des Gesamtführenden behielt Luca Paolini (Italien/Katjuscha), der das Klassement seit seinem Tageserfolg auf dem dritten Teilstück anführt.

Die siebte Etappe führt am Freitag über 177 km von Marina di San Salvo nach Pescara. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Der erste chinesische Radprofi in der Geschichte des Giro d'Italia musste derweil aussteigen.

Chinese steigt aus

Der 25 Jahre alte Cheng Ji, Teamkollege von Degenkolb beim Argos-Rennstall, hatte Fieber und verzichtete deshalb auf einen Start.

"Wenn ein Fahrer Fieber hat, ist ein Start gefährlich. Er hat heute Morgen nicht gegessen und fühlte sich sehr schwach", sagte Teamarzt Edwin Achterberg.

Cheng Ji hatte im vergangenen Jahr als erster Chinese die Spanien-Rundfahrt Vuelta beendet. "Nach John Degenkolbs Sieg am Mittwoch habe ich mich noch sehr gut gefühlt. Aber über Nacht bin ich leider krank geworden", sagte er.