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Tony Martin ist beim Zeitfahren nicht an seine Grenze gegangen © getty

Die Pleite gegen Cancellara im Zeitfahren bei der Vuelta lässt Martin kalt. Er hat eine Erklärung und peilt wieder Gold an.

Tarazona - Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin lässt sich durch die Vuelta-Niederlage gegen den Schweizer Fabian Cancellara mit Blick auf die Straßenrad-WM in Florenz (22. bis 29. September) nicht verunsichern.

"Für mich war es wieder ein Schritt in die richtige Richtung", sagte der 28-Jährige nach seinem zweiten Rang beim einzigen Einzelzeitfahren der 68. Spanien-Rundfahrt: "Mein Selbstvertrauen wird nicht leiden."

Martin (Quick Step) war von Peking-Olympiasieger Cancellara auf dem sehr profilierten Kurs im nordspanischen Tarazona um 37 Sekunden distanziert worden, aber dennoch nicht enttäuscht.

"Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, ich bin ein gutes Rennen gefahren, obwohl es kein Kurs für die Zeitfahrspezialisten war. Ich bin auch nicht komplett an meine Grenzen gegangen", sagte der zweimalige Weltmeister, der in knapp drei Wochen in der Toskana den Titelhattrick in seiner Paradedisziplin anstrebt.

Martin: "Cancellara überragend"

Den Auftritt Cancellaras fand der gebürtige Cottbuser "überragend". Der 32-Jährige dürfte bei der WM neben dem Briten Bradley Wiggins (Sky) der härteste Konkurrent sein. "Die Vorrunde geht an Cancellara. Aber was zählt, ist letztlich die WM", schrieb Martin auf seiner Homepage.

Auch Cancellara wollte aus dem Resultat vom Mittwoch keine Tendenz ablesen.

"Die Strecke bei der WM ist ganz anders, deshalb ist es schwierig, dazu etwas zu sagen. Ich kann mich deswegen auch nicht wirklich mit Tony Martin vergleichen. Letztlich konzentriere ich mich sowieso auf mich selbst, nicht auf Tony Martin. Ich weiß, dass ich in guter Form nach Florenz kommen werde", sagte der Profi vom Team RadioShack-Leopard.

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