vergrößernverkleinern
Daniele Ratto gewann 2007 bei der Junioren-WM Silber im Straßenrennen © getty

Bei Regen, Nebel und Kälte feiert der Italiener seinen größten Erfolg. Spitzenreiter Nibali kontert jede Attacke. Basso gibt auf.

Andorra - Der italienische Radprofi Daniele Ratto hat auf der ersten Pyrenäen-Etappe der 68. Vuelta den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert.

Der 24-Jährige vom Team Cannondale gewann bei Regen, Nebel und Temperaturen unter zehn Grad auf dem Collada de la Gallina in Andorra.

Ratto hatte zuvor das "Dach der Rundfahrt", den 2410 Meter hohen Port de Envalira, in einer Ausreißergruppe überquert.

Horner rückt vor

In der Gesamtwertung bleibt Vincenzo Nibali (Astana) im Roten Trikot des Führenden. Der Giro-Sieger konterte im Schlussanstieg auf der regennassen Fahrbahn jede Attacke seines ärgsten Kontrahenten Chris Horner (RadioShack) und wurde mit 3:53 Minuten Rückstand Etappenzweiter.

Der 41-jährige Horner (USA) verbesserte sich allerdings auf Platz zwei (+50 Sekunden), weil der Ire Nicolas Roche (Saxo) und der Spanier Alejandro Valverde (Movistar) zurückfielen. Bester Deutscher bleibt Dominik Nerz (Wangen/BMC) mit 11:40 Minuten Rückstand auf Platz 13.

Basso steigt aus

Die erste schwere Bergetappe der 68. Spanien-Rundfahrt forderte ein prominentes Opfer. Der zweimalige Giro-Sieger Ivan Basso aus Italien (Cannondale), vor der Etappe Siebter der Gesamtwertung, gab das Rennen wegen Unterkühlung auf.

"Wir haben alle versucht, Ivan zu unterstützen", sagte Etappensieger Rotto: "Aber die Situation, als ich weggefahren bin, war ideal für mich. Eigentlich fahre ich eher mannschaftsdienlich, seit drei Jahren habe ich kein Rennen mehr gewonnen."

Am Sonntag steht die Königsetappe der Vuelta auf dem Programm. Das Feld wird über 224,9 Kilometer von Andorra nach Peyragudes geführt und muss dabei vier Berge überwinden. Die Spanien-Rundfahrt endet am 15. September traditionell in Madrid.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel