vergrößernverkleinern
Jan Ullrich hat 1997 die Tour de France gewonnen © getty

Jan Ullrich rechnet mit geständigen Dopern ab und unterstellt diesen reine Berechnung. Eine Rückkehr in den Radsport könne er sich vorstellen.

Scherzingen - Jan Ullrich hat Anspielungen auf die Dopingpraktiken im Radsport zu seiner aktiven Zeit gemacht.

Der Tour-Sieger von 1997 sagte in einem Interview mit der "Bild am Sonntag", dass Rückkehrer Lance Armstrong mit Fragen zur Vergangenheit rechnen müsse.

"Wer immer noch nicht eins und eins zusammenzählen kann, was im Radsport los war, dem kann ich auch nicht helfen", sagte Ullrich, der lange Jahre Armstrongs härtester Rivale war.

In mehreren Proben von 1999 war dem US-Amerikaner Jahre später Epo nachgewiesen worden.

Ausweichende Antworten auf die Doping-Frage

Der Frage, ob er selbst jemals gedopt habe, wich Ullrich in gewohnter Manier aus. (Alle Radsport-News)

"Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Solche Dinge werden alle in meinem Buch stehen", meinte der Sydney-Olympiasieger. Dafür werde er sich so viel Zeit nehmen, wie er brauche.

Ullrich attackiert geständige Doper

Die geständigen Dopingsünder Jörg Jaksche und Patrik Sinkewitz sind für den früheren Radstar Heuchler.

"Ja, ein ganz klares Ja. Sie haben nur das gesagt, was ihnen genutzt hat", sagte Ullrich.

Er habe selbst Angebote zu Geständnissen gehabt: "Die gingen in die Millionen. Aber einen Ullrich kann man nicht kaufen."

Ullrich denkt an Rückkehr in den Radsport

Ullrich könne sich vorstellen, im deutschen Radsport einmal eine Funktion zu übernehmen, nur momentan gefielen ihm ein paar Sachen nicht.

"Ich bin sehr enttäuscht von den diversen Radsportverbänden. Wenn sie schützen sollen, dann schauen sie weg. Und wo Ruhm ist, da stehen sie in der ersten Reihe", meinte Ullrich.

Der Fahrer sei immer unwichtiger geworden, weil der Verband immer mieser geworden sei.

Diskutieren Sie in der Community!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel