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Sinkewitz wurde 2007 positiv auf Testosteron getestet © getty

Dopingsünder Sinkewitz nennt das Comeback von Lance Armstrong bewundernswert und glaubt nicht, dass der Amerikaner momentan pfuscht.

Frankfurt/Main - Der geständige Dopingsünder Patrik Sinkewitz begrüßt das Comeback des siebenmaligen Toursiegers Lance Armstrong.

"Ich finde das eine gute Sache. Ich habe mir die Kalifornien-Rundfahrt im Fernsehen angeschaut und war verwundert, wie viele Zuschauer dort waren. Das war der Wahnsinn und hatte sicher mit Armstrong zu tun. Diese Begeisterung ist positiv für den Radsport. Und wenn man dann noch sieht, wie stark er nach drei Jahren Pause fährt, ist das bewundernswert", sagte Sinkewitz der "Frankfurter Rundschau".

Die französische Sportzeitung "L'Equipe" hatte Armstrong Epo-Doping in sechs Fällen vorgeworfen und sich dabei auf die Auswertung tiefgefrorener Proben von 1999 berufen.

Nachträgliche Kontrolle stets abgelehnt

Armstrong hatte eine nachträgliche Kontrolle stets abgelehnt (Armstrong will doch nicht Gläsern sein).

Dass die neuerliche Stärke Armstrongs in Verbindung mit Doping stehen könnte, glaubt der zweimalige deutsche Vizemeister Sinkewitz indes nicht. "Wenn einer unter Beobachtung steht, dann er. Ich glaube, Armstrong ist einfach eine Klasse besser als alle anderen", sagte der 28-Jährige.

Sinkewitz hatte nach verbüßter Dopingsperre vor eineinhalb Wochen bei zwei Eintagesrennen in der Schweiz sein Comeback nach einjähriger Sperre gegeben hatte.

"Werde mich nicht abhängen lassen"

Der in Künzell lebende Hesse war im vergangenen Jahr als Kronzeuge in Sachen Doping aufgetreten, nachdem er bei der Tour de France 2007 bei einer Trainingskontrolle in den Pyrenäen positiv auf Testosteron getestet worden war.

Seine Rückkehr ins Rampenlicht plant Sinkewitz beim Frühjahrs-Klassiker Eschborn-Frankfurt City Loop, dem früheren Henniger-Turm-Rennen, wo er am 1. Mai mit seinem tschechischen Team PSK Whirlpool an den Start gehen wird.

"Am 1. Mai will ich beim Eschborn-Frankfurt City-Loop um den Sieg mitfahren. Ich werde nicht an den Start gehen, um mich dann abhängen zu lassen, nur damit mir alle glauben, dass ich sauber bin. Sollte ich unter Verdacht stehen, wäre das halt so", sagte Sinkewitz (Alle Radsport-News).

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