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Alberto Contador gewann im Vorjahr die Vuelta und den Giro © imago

Contador setzt sich auf der sechsten Etappe von Paris-Nizza ab. Klöden knöpft sich die Veranstalter von Tirreno-Adriatico vor.

La Montagne de Lure - Der frühere Toursieger Alberto Contador präsentiert sich in beachtlicher Frühform und hat den Grundstein zu seinem zweiten Gesamtsieg bei der Traditions-Rundfahrt Paris-Nizza gelegt.

Der Spanier vom Astana-Team übernahm mit seinem souveränen Solo-Sieg auf der Königsetappe über 182,5 km von Saint-Paul-Trois-Chateau zur 1600-m-Bergankunft in La Montagne de Lure die Führung in der Gesamtwertung.

Gut fünf Kilometer vor dem Ziel ließ Contador, der die Rundfahrt 2007 schon gewann, beim Anstieg zum schneebedeckten Berg der ersten Kategorie die Konkurrenz stehen.

Schlüsselbeinbruch beim Ausreißerkönig

Der 26-Jährige holte mit gut einer Minute Vorsprung vor dem Luxemburger Fränk Schleck (Saxo Bank) und dem Spanier Luis Leon Sanchez (Caisse d'Epargne) den Sieg.

Der Berliner Jens Voigt (Saxo Bank), der das Tempo des Kletterspezialisten ebenfalls nicht mitgehen konnte, fuhr mit gut 1:30 Minuten Rückstand als Sechster über den Zielstrich.

Kurz nach dem Start war die Rundfahrt für Ausreißerkönig Thomas Voeckler mit einem Schlüsselbeinbruch bereits beendet. Der für seine häufigen Attacken bekannte Franzose war unglücklich gestürzt und wurde in das Krankenhaus von Orange gebracht.

Klöden kritisiert die Strecke

Bei der italienischen Rundfahrt Tirreno-Adriatico hat Andreas Klöden (Astana) unterdessen die Veranstalter aufgrund der vielen Stürze scharf kritisiert. "Man scheint hier wirklich alles in Kauf zu nehmen, um ein Spektakel zu veranstalten", sagte der Sydney-Olympiadritte.

Die Straßen seien viel zu schmal und nicht für das rund 200 Fahrer große Feld ausgelegt. (Alle Radsport-News)

Auf der dritten Etappe stahl der amerikanische Außenseiter Tyler Farrar den weltbesten Sprintern die Show. Der Fahrer vom Team Garmin-Slipstream setzte sich nach 166 km von Fucecchio nach Santa Croce sull'Arno im Sprint vor dem viermaligen Tour-Etappensieger Mark Cavendish (Großbritannien/Columbia) und dem Italiener Enrico Rossi (Ceramica) durch.

El Fares verteidigt die Führung

Cyclassics-Sieger Robbie McEwen (Australien/Katjuscha) und Ex-Weltmeister Tom Boonen (Belgien/Quick Step) belegten die Plätze vier und fünf.

Milram-Sprinter Gerald Ciolek (Köln), der noch an den Folgen einer Magen-Darm-Erkrankung laboriert, konnte in die Entscheidung des Tages nicht eingreifen. Die Gesamtwertung führt weiterhin der Franzose Julien El Fares (Cofidis) an.

Die Rundfahrt wird am Samstag mit der vierten Etappe von Foligno nach Montelupone über 171 km fortgesetzt.

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