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2007 gewann Contador (r.) mit 24 seine erste Tour, Armstrong 1999 mit 27 © getty

Armstrong hält Contador für den "besten Fahrer" und bietet ihm Hilfe an. Landis plant das Tour-Comeback, Astana ist in Frankreich dabei.

München - Der siebenmalige Toursieger Lance Armstrong hat Jungstar Alberto Contador Nachhilfe in mentalem Training angeboten.

"Es ist offensichtlich, dass er noch lernen muss. Er ist der beste Fahrer der Welt, aber er hat eine negative Seite. Er ist zu schnell nervös. Er ist einfach zu gut, um so nervös zu sein", bemängelte der Amerikaner in einem "L'Equipe"-Interview.

Contador hat als jüngster Fahrer das Triple aus Tour-, Giro- und Vuelta-Sieg geschafft.

Der 26-jährige Contador könne noch viel von ihm und Astana-Teamchef Johan Bruyneel lernen. ad

"Ich weiß sehr viel über Radsport, und das Wichtigste ist, dass er locker bleibt. Deswegen haben wir auch entschieden, dass wir gemeinsam bei der Rundfahrt Castilla y Leon starten", sagte Armstrong.

Beim Giro noch nicht in Top-Form

Der Texaner kündigte unterdessen an, dass er zum Start der Tour de France in Monaco seine Höchstform erreichen wolle.

"Beim Giro will ich stark sein, aber noch nicht meine Top-Form erreicht haben. Dort möchte ich bei 90 Prozent sein und den Giro in den Top Ten, vielleicht auch in den Top Fünf oder den Top Drei beenden", sagte der Astana-Kapitän.

Astana zur Tour

Sein Team, das im vergangenen Jahr noch unerwünscht war, hat unterdessen eine der 20 Einladungen für die 96. Auflage der Tour de France vom 4. bis 27. Juli erhalten. Das deutsche Team Milram ist ebenfalls eingeladen.

Für den spanischen Skandal-Rennstall Fuji-Servetto bleibt die Tür zur Tour de France verschlossen.

Zuviele Skandale

Nach den Doping-Skandalen der beiden letzten Jahre um Iban Mayo, Leonardo Piepoli und Riccardo Ricco haben die Tour-Organisatoren dem Fuji-Servetto-Team, das im letzten Jahr noch unter dem Namen Saunier Duval fuhr, die Teilnahme verweigert. Die restlichen ProTour-Teams wurden dagegen allesamt geladen.

Die drei Wildcards gingen an den Schweizer Rennstall Cervelo mit Titelverteidiger Carlos Sastre (Spanien), dem niederländischen Skil-Shimano-Team und der französischen Mannschaft Agritubel.

CAS reduziert Sperre von Ricco

Der des Dopings überführte zweifache Tour-de-France-Etappensieger Ricardo Ricco hat derweil bei seiner Berufungsverhandlung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne einen Teilerfolg erzielt.

Der CAS reduzierte die Sperre des italienischen Radrennfahrers von zwei Jahren auf 20 Monate, da Riccos Aussagen Italiens Olympischem Komitee CONI geholfen hätten, seinen Landsmann und Teamkollegen Leonardo Piepoli ebenfalls des Dopings zu überführen.

Ursprünglich hatte Ricco, der vom Saunier-Duval-Team entlassen worden war, eine Reduzierung der Sperre auf ein Jahr angestrebt.

Der Italiener, dem bei der Tour de France 2008 zweimal der Einnahme des Blutdopingmittels EPO nachgewiesen wurde, bleibt bis zum 17. März 2010 gesperrt und könnte damit im nächsten Jahr wieder am Giro d' Italia und der Tour de France teilnehmen.

Landis peilt Toursieg an

Unterdessen erklärte Dopingsünder Floyd Landis, dass er für 2010 plane, nochmal bei der Tour de France angreifen.

"Ich würde das Rennen gerne gewinnen, nach Hause fahren und einfach den Sieg genießen und mich nicht die nächsten Jahre rechtfertigen müssen, wie ich die Tour gewonnen habe", sagte der Amerikaner, dem der Toursieg 2006 wegen Testosteron-Dopings aberkannt worden war.

Er werde sich einige Wochen Zeit nehmen und dann entscheiden, was er mit den nächsten Jahren seines Lebens machen werde.

Beeindruckt von Armstrong

"Wenn ich nochmal die Tour fahre, dann will ich sie auch gewinnen. Dann würde ich das ganze Jahr darauf hintrainieren", sagte Landis, der dafür aber auch das Team wechseln müsste.

Derzeit fährt der 33-Jährige für den drittklassigen Rennstall OUCH (Alle Radsport-News).

Beeindruckt ist Landis vom Comeback seines Landsmannes Lance Armstrong: "Bei der Kalifornien-Rundfahrt hat er sich in einer Form präsentiert wie immer, wie in den sieben Jahren, als er die Tour gewann." (Rennergebnisse)

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