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Lance Armstrong wurde nach den Olympischen Spielen 1992 Profi bei Motorola © imago

Lance Armstrongs Schlüsselbeinbruch ist kompliziert und erfordert eine OP. Doch der Texaner glaubt, ein Ass im Ärmel zu haben.

Austin/Texas - Der Schlüsselbeinbruch von Radprofi Lance Armstrong (Armstrong stürzt - Schlüsselbeinbruch) ist komplizierter als zunächst angenommen.

Der Knochen sei laut Armstrong in mehrere Teile zerbrochen, ihm werde bei der Operation am Mittwoch eine Platte eingesetzt.

"Es wird nach ein CT angefertigt, damit alles gut erkennbar ist. Dann werden die Teile wieder zusammengepuzzelt", sagte der siebenmalige Tour-Sieger in einer Telefonkonferenz.

Nach der OP absolute Ruhe

Trotz der eher schlechten Nachrichten geht Armstrong weiterhin von seiner Teilnahme am Giro d'Italia aus. (DATENCENTER: Alle Rennen, alle Ergebnisse)

"Bis dahin sind es zwar nur noch rund fünf Wochen, aber meiner Meinung nach ist der Giro noch immer machbar", sagte der Texaner: "Es ist eine gewöhnliche Radsport-Verletzung. Vier bis sechs Wochen Pause klingt für mich doch sehr lang."

Nach der Operation brauche Armstrong 72 Stunden absolute Ruhe, und dann "sitze ich vielleicht drei bis vier Tage später wieder auf dem Heimtrainer".

"Eine neue Erfahrung für mich"

Selbst wenn er schlecht vorbereitet in den Giro ginge und ihn als Vorbereitung für andere Rennen nutze, wäre es für den 37-Jährigen dennoch aufregend, dort teilzunehmen.

Der Sturz auf der ersten Etappe der Rundfahrt Castilla y Leon am Montag hat Armstrong nachdenklich gestimmt. "Es ist der größte Rückschlag meiner Karriere und eine neue Erfahrung für mich. Zum Glück habe ich eine gute Saisonvorbereitung absolviert, das wird mir jetzt helfen", sagte der Astana-Profi.

Als Armstrong nach dem Crash im Graben hockte, habe er sich gefragt, warum er sich das noch antue. (Armstrong am Boden: "Es schmerzt wie die Hölle")

Ganz andere Ängste durchlebt

"Aber ich denke, das war eine normale Reaktion. Es war ein Schock, aber heute denke ich schon wieder ganz anders", meinte der Ex-Weltmeister:

"Ich sehe das aus einer anderen Perspektive. Ein gebrochenes Schlüsselbein ist viel besser als die Ängste, die ich in meinem Leben schon hatte."

Armstrong war von 1996 an Hodenkrebs erkrankt und erfolgreich behandelt worden.

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