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Ein Teamkollege von Tony Martin schnappt Peter Sagan auf der 7. Etappe der Tour im Fotofinish den Sieg um Haaresbreite weg.

Nancy - Tony Martin jubelte im Ziel, als sei er selbst der Sieger gewesen.

Völlig losgelöst schloss der Zeitfahr-Weltmeister seinen Quick-Step-Kollegen Matteo Trentin in die Arme, nachdem er den Italiener mustergültig ins Finale eskortiert hatte. (917113DIASHOW: Die Bilder der Tour de France)

"Dieser Sieg lag förmlich in der Luft. Heute hat sich die ganze Arbeit ausgezahlt", sagte der deutsche Radprofi erleichtert.

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Hauchdünner Sieg

Nach dem bitteren frühen Aus des britischen Sprinters Mark Cavendish, der eigentlich Marcel Kittel und Andre Greipel die Stirn bieten wollte, hat das Tony-Martin-Team eine eindrucksvolle Trotzreaktion gezeigt.

Trentin, der schon im Vorjahr eine Tour-Etappe gewann, setzte sich hauchdünn im Fotofinish gegen den Slowaken Peter Sagan durch.

"Trentin war immer unser Joker, wir hatten ihn immer auf der Rechnung", sagte Martin.

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Sagan immer nah dran

Sagan war nun zwar bei jeder der bisherigen sieben Etappen der 101. Tour de France unter den besten Fünf, muss aber auch nach dem mit 234,5 km zweitlängsten Teilstück von Epernay nach Nancy weiter auf einen Tagessieg warten.

In der Gesamtwertung behauptete der Italiener Vincenzo Nibali (Astana) souverän seine Führung. (DATENCENTER: Die Gesamtwertung der Tour de France)

Voss stürzt schwer

Bitter endete das Rennen für das deutsche Team NetApp-Endura.

Der Rostocker Paul Voss, der sich viel ausgerechnet hatte und eingangs der Zielgeraden glänzend positioniert war, stürzte in der letzten Kurve wie einige weitere Fahrer schwer.

Nach Teamangaben flog der 28-Jährige mit dem Gesicht voraus in ein Absperrgitter und zog sich einen Nasenbeinbruch sowie einen Fingerbruch zu.

"Der ganze Mund war voller Blut", sagte ein NetApp-Sprecher. Ob Voss die Tour fortsetzen kann, entscheidet sich erst am Samstag.

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Degenkolb kämpft mit Schmerzen

In Normalform wäre der siebte Abschnitt auch dem Thüringer John Degenkolb auf den Leib geschneidert gewesen.

Doch seit einem Sturz bei der spektakulären fünften Etappe laboriert der 25-Jährige an einem kleinen Muskelriss im Gluteus maximus und kämpft um das sportliche Überleben.

"Es war heute überhaupt nicht besser als gestern", sagte er: "Es sind einfach höllische Schmerzen, ich kann nur von Tag zu Tag zu schauen."

Zu steil für Kittel

Für Degenkolb war das Tempo ebenso wie für Kittel und Greipel schon gut 20 Kilometer vor dem Ziel zu hoch.

Zu diesem Zeitpunkt war auch eine Ausreißergruppe um den Polen Bartosz Huzarski vom Team NetApp gestellt worden.

"Diese Etappe ist nichts für Marcel", hatte Sportdirektor Christian Guiberteau bereits vor Rennstart über den Sprintstar gesagt, der drei der ersten ersten vier Etappen für sich entschieden hatte.

Martin leitet Sieg ein

Zunächst forcierte an der ersten von zwei Bergwertungen Cannondale für Sagan, später spannte sich dann Martin vor das Feld und brachte Trentin in perfekter Position auf die letzten Kilometer.

Ebenso wie Degenkolb quälte sich der Zschopauer Marcus Burghardt vom Team BMC ins Ziel.

Der 31-Jährige war am Donnerstag gestürzt und laboriert an einer Schulterverletzung.

Erste Bergankunft

Am Wochenende verabschiedet sich die Tour aus dem Flachland und geht erstmals in die (noch nicht allzu hohen) Berge. (914879DIASHOW: Die Etappen der Tour de France)

Die achte Etappe führt am Samstag über 161 km von Tomblaine nach Gerardmer La Mauselaine und endet mit einer kleinen Bergankunft.

Am Sonntag steht die bislang schwierigste Etappe der 101. Tour de France auf dem Programm.

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