Der Fall Jan Ullrich geht weiter. Der Radsport-Weltverband UCI hat beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch gegen die Einstellung des Dopingverfahrens in der Schweiz eingelegt. Wann sich der CAS mit dem Fall beschäftigt, ist noch unklar.

Die Disziplinarkammer für Dopingfälle des Schweizer Olympischen Komitees hatte das Verfahren gegen Ullrich im Februar dieses Jahres überraschend eingestellt und begründete die Entscheidung damit, dass sie nach Ullrichs Verbandsaustritt 2006 keine "Disziplinargewalt" mehr habe.

Nach dem Einspruch der UCI muss nun das CAS wohl entscheiden, ob der Fall wieder neu aufgerollt wird. Ullrich droht im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Sperre, da er 2002 wegen einer positiven Dopingkontrolle auf Amphetamine bereits sechs Monate gesperrt war und deshalb als Wiederholungstäter gelten würde.

Damit könnte er beispielsweise auch nicht als Sportlicher Leiter oder Teamchef im Radsport tätig werden.

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