Der Radsport-Weltverband UCI will über eine weltweite Sperre für Vuelta-Sieger Alejandro Valverde erst nach dem zweiten Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS entscheiden.

"Wir wollen den Richterspruch noch abwarten. In ein paar Wochen, vielleicht auch im Mai, dürften wir Klarheit haben", sagte UCI-Präsident Pat McQuaid am Rande der Bahnrad-Weltmeisterschaften in Kopenhagen.

Das CAS hatte jüngste die zweijährige Dopingsperre von Valverde für Rennen in Italien bestätigt. Derzeit läuft aber noch ein zweites Verfahren in der Schweiz. Die UCI und die Welt-Antidoping-Agentur (WADA) hatten gegen den spanischen Radsport-Verband geklagt, da dieser bislang ein Dopingverfahren gegen Valverde beharrlich verweigert hatte.

"Soweit ich weiß, fährt Valverde derzeit eh keine Rennen", ergänzte McQuaid. Wie spanische Medien am Freitag berichteten, habe das Caisse d'Epargne-Team das Rennprogramm von Valverde vorerst auf Eis gelegt. Demnach wolle die Teamleitung abwarten, wie die juristischen Auseinandersetzungen des 29-Jährigen weitergehen. Valverde hat bereits angekündigt, ähnlich wie Claudia Pechstein vor das Schweizer Bundesgericht ziehen zu wollen.

Valverde wird vorgeworfen, Kunde des spanischen Arztes Eufemiano Fuentes gewesen zu sein. Die Sperre für alle Wettkämpfe auf italienischem Boden erhielt Valverde, nachdem ihm die Ermittler mittels DNA-Abgleich einen Blutbeutel aus dem Bestand des Madrider Dopingarztes zugeordnet hatten.

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