Das Flugchaos in Europa hat das Team Columbia um den deutschen Topsprinter Andre Greipel hart getroffen. Die Mannschaft sitzt nach dem Ende der Türkei-Rundfahrt bis auf wenige Ausnahmen am Bosporus fest.

"Ich komme aus Istanbul nicht weg. Wie es weitergeht, weiß ich nicht. Urlaub wollte ich hier eigentlich nicht machen. Es sollen noch ein paar Flüge nach Wien gehen. Das wäre vielleicht eine Möglichkeit", sagte Greipel.

Dabei hatte der mit elf Saisonsiegen derzeit erfolgreichste Radprofi in diesem Jahr noch Glück, einen Flug nach Istanbul erwischt zu haben. Sein Sportlicher Leiter Jan Schaffrath steckt noch in Antalya mit Teilen des Columbia-Betreuerstabs fest.

"Der letzte Stand ist, dass wir frühestens am 22. April hier wegkommen. Aber keiner weiß, wie sich das weiterentwickelt", sagte Schaffrath.

Greipels Teamkollegen Mark Renshaw und Tejay van Garderen hatten mehr Glück. Beide erwischten Flüge nach Südeuropa. Das Team Columbia war bereits am Wochenende durch die Sperrung des Luftraums über Westeuropa schwer beeinträchtigt.

So ging der T-Mobile-Nachfolgerennstall mit sechs anstatt der geplanten acht Fahrer beim Amstel Gold Race an den Start. "Es zeigt sich, dass Radrennen nicht das Wichtigste auf der Welt sind", sagte Sportdirektor Rolf Aldag und ergänzte mit Blick auf den am Mittwoch stattfindenden Fleche Wallonne: "Sollte sich die Lage nicht ändern, werden wir dort nicht in voller Stärke starten."

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