An einem denkwürdigen Tag ist für Milram-Kapitän Linus Gerdemann der Traum vom ersten Giro-Etappensieg wenige hundert Meter vor dem Zielstrich geplatzt. Nach einer Attacke wurde der frühere Deutschland-Toursieger erst kurz vor dem Ziel noch eingeholt und musste sich am Ende der längsten Etappe der 93. Italien-Rundfahrt nach 262 km von Lucera nach L'Aquila mit dem sechsten Platz begnügen.

Es siegte der Russe Jewgeni Petrow vor dem Italiener Dario Cataldo und Ex-Toursieger Carlos Sastre (Spanien). Dennoch gehörte Gerdemann zu den Gewinnern eines verregneten Tages. Denn der gebürtige Münsteraner gehörte einer der größten Ausreißergruppen in der Geschichte des Giros an, die das Gesamtklassement komplett auf den Kopf stellte und den Kasachen Alexander Winokurow aus dem Rosa Trikot fuhr.

Bereits nach gut 20 km hatte sich die 56 Fahrer starke Fluchtgruppe vom Rest des Feldes abgesetzt und am Ende einen Vorsprung von 12:43 Minuten auf Winokurow und einem Großteil der Topfavoriten herausgefahren. Damit übernahm der Australier Richie Porte vom Saxo-Bank-Team das Rosa Trikot des Gesamtersten.

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