Floyd Landis hat jahrelanges Doping gestanden und unter anderem auch Lance Armstrong beschuldigt, zu verbotenen Mitteln gegriffen zu haben.

Der US-Amerikaner hat in den vergangenen Wochen mehrere E-Mails an Radsport-Verbände und Anti-Doping-Beauftragte verschickt, in denen er gesteht, seit 2002 intensiv gedopt zu haben. Dies hatte er bisher stets bestritten.

Landis bezichtigt auch andere Profis - unter ihnen der siebenmalige Tour-Sieger Armstrong - sowie Verbands-Funktionäre, Doping betrieben bzw. daran beteiligt gewesen zu sein. Armstrong sah sich bereits oft Anschuldigungen ausgesetzt, hat aber stets bestritten, gedopt zu haben.

"Ich will mein Gewissen bereinigen. Die Verjährungsfrist für viele Dinge, die ich weiß, endet im nächsten Monat", sagte Landis dem US-Sportsender "ESPN" in einem Telefoninterview. "Wenn ich jetzt nichts sage, hat es keinen Sinn, jemals etwas zu sagen."

Landis fuhr in seiner Karriere von 2002 bis 2004 als Edelhelfer von Lance Armstrong beim Team US Postal. 2005 und 2006 fuhr der heute 34-Jährige für Phonak und gewann in seinem zweiten Jahr bei der Schweizer Mannschaft die Tour de France. Landis wurde anschließend des Testosteron-Dopings überführt. Der Tour-Sieg wurde ihm 2008 nach einem Prozessmarathon endgültig aberkannt.

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