Der frühere Phonak-Teamchef Andy Rihs hat die Behauptungen des geständigen Dopingsünders Floyd Landis empört zurückgewiesen.

"Bei seinem Eintritt in unsere damalige Rennsportgruppe hat Landis persönlich unterschrieben, dass er sich an unseren Code hält und keine illegalen Praktiken anwendet", teilte Rihs mit. Bis zum Bekanntwerden seines Dopingmissbrauchs bei der Tour de France 2006 sei das ganze Team der Überzeugung gewesen, dass er sich daran halte.

Landis fuhr 2005 und 2006 für das Team Phonak und hatte am Donnerstag gestanden, jahrelang gedopt zu haben. In E-Mails behauptete er, dass der Unternehmer Rihs von den Dopingpraktiken gewusst und diese auch finanziert habe. "Weder ich noch die Führung des Teams wussten, dass Floyd Landis dopte", sagte Rihs: "Seine jetzigen Behauptungen, ich sei darüber informiert gewesen, sind Lügen."

Der Schweizer sagte, bei dem Geständnis von Landis handele es sich wohl um einen letzten, tragisch anmutenden Versuch, in der Öffentlichkeit noch einmal für Aufmerksamkeit zu sorgen, nachdem es mit ihm in den letzten Jahren Stufe um Stufe bergab gegangen sei.

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