Ende einer Dopingaffäre: Die Wiener Staatsanwaltschaft hat am Donnerstag die Ermittlungen gegen den ehemaligen Radprofi Bernhard Kohl eingestellt.

Gleiches geschah in den Verfahren gegen den dänischen Radprofi Michael Rasmussen und den inzwischen zurückgetretenen Langlauf-Olympiasieger Christian Hoffmann.

Laut Behördensprecher Thomas Vecsey gibt es damit für alle drei Sportler in der Blutdoping-Affäre keine strafrechtlichen Folgen mehr.

Auch deutsche Athleten waren damals in Verdacht geraten, über diese Schiene Blutdoping betrieben zu haben.

Auch gegen sie gibt es nun offenbar keine Handhabe mehr. Verdachtsmomente, wonach das Gerät nach Inkrafttreten des Anti-Doping-Gesetzes im August 2008 mit Wissen von Kohl, Rasmussen und Hoffmann auch von weiteren Sportlern gegen Bezahlung genutzt worden sei, ließen sich durch die Wiener Staatsanwaltschaft nicht erhärten.

Für die Anklagebehörde stand allerdings außer Zweifel, dass sich die drei Athleten finanziell an der Anschaffung einer Blutzentrifuge durch den Sportmanager Stefan Matschiner beteiligten.

Diese wurde mit dem klaren Ziel gekauft, Blutdoping zu betreiben. Bereits im März 2009 hatte Kohl zugegeben, sich mit 20.000 Euro an der Anschaffung der Zentrifuge beteiligt zu haben.

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