Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA erwartet bei den Untersuchungen gegen Lance Armstrong und sein früheres Rad-Team US Postal keine schnellen Ergebnisse.

"Wir sind sehr optimistisch, dass die Ermittlungen fruchtbar sein werden. Aber es wird lange dauern. Wir könnten darüber noch 2016 sprechen", sagte WADA-Generaldirektor David Howman der "New York Times".

Die auf den Aussagen von Ex-Profi Floyd Landis beruhenden Ermittlungen seien kein gewöhnlicher Anti-Doping-Fall.

Vor einem Monat hatte Landis ein Geständnis abgelegt. Er packte umfassend über Armstrongs angebliche Doping-Praktiken aus und behauptete, dass sogar ein positiver Dopingtest vom Weltverband UCI vertuscht worden war. Landis beschuldigte auch die Fahrer Levi Leipheimer, George Hincapie und David Zabriskie des Dopings.

Armstrong, der in seiner Karriere noch nie positiv getestet worden war, bestritt die Vorwürfe umgehend. Auch die UCI reagierte empört und drohte rechtliche Schritte gegen Landis an. Armstrong verzichtete darauf, seine Anwälte einzuschalten. Neben der WADA untersuchen auch US-Behörden den Fall. Chef-Ermittler Jeff Novitzky, der den Balco-Skandal untersucht hatte, prüft, ob wegen Betrugs oder Verschwörung Anklage erhoben werden kann.

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