Hans Michael Holczer will wieder am großen Rad drehen. Zwei Jahre nach dem Untergang des Teams Gerolsteiner plant der langjährige Teamchef ein Comeback im Radsport.

"Ich habe zehn Jahre lang eine nicht unbedeutende Rolle im Radsport gespielt. Ich habe ein Stück weit Erfahrung und verfüge über Netzwerke. Wenn die Tür einen Spalt breit offen steht, komme ich mit durch, aber anklopfen werde ich nicht mehr", sagte der 56-Jährige.

Eine Agentur ist seit einigen Monaten damit beschäftigt, den Weg zurück ins alte Metier zu ebnen. Vorher wird Holczer aber noch am 4. August ein Buch mit dem vielsagenden Titel "Garantiert positiv" auf den Markt bringen.

Eine Enthüllungsgeschichte sei das Werk nicht, aber die eine oder andere "unbequeme Wahrheit" werde ans Tageslicht kommen. Darin will er auch Stellung zum Thema Levi Leipheimer beziehen, der einst für Gerolsteiner gefahren und jüngst vom geständigen Dopingsünder Floyd Landis belastet worden war.

Nach all den Dopingfällen sieht Holczer den deutschen Radsport auf "konstant niedrigem Niveau". Der Radsport habe es sich selbst zuzuschreiben. So verwundert es den Herrenberger auch nicht, dass der letzte verbliebene Rennstall Milram derzeit vergeblich auf Sponsorensuche ist.

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