Nach dem Tour-Ausschluss von Anfahrer Mark Renshaw sorgt sich Columbia-Sportdirektor Rolf Aldag um seinen Rad-Star Mark Cavendish. "Ich habe die Befürchtung, dass Cavendish zum Freiwild wird und eine falsche Entscheidung der nächsten folgt", sagte Aldag.

Der Ausschluss Renshaws nach der elften Etappe der Tour de France ist ein herber Rückschlag in Cavendishs Kampf um das Grüne Trikot des besten Sprinters. Columbia hatte auf einen Protest verzichtet.

Renshaw war nach dem Cavendish-Sieg von der Jury aus dem Rennen genommen worden, weil er Garmin-Sprinter Julian Dean im Finale einen Kopfstoß verpasst hatte. Für Aldag war das ein Akt der Selbstverteidigung, denn Dean hatte versucht, ihn in die Gitter zu drängen.

"Im vergangenen Jahr wurde Cavendish zurückgesetzt, weil er 30 Zentimeter rübergefahren ist, jetzt fährt Dean 50 Zentimeter rüber und nichts passiert. Wo ist da die Gerechtigkeit", sagte Aldag.

Sowohl die Jury als auch die Tour-Organisation verteidigten den Ausschluss von Renshaw.

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