Der siebenmalige Tour-Sieger Lance Armstrong hat auf die schweren Anschuldigungen von Greg Lemond reagiert und seinen Landsmann indirekt des Dopings beschuldigt.

"Wir werden bei den Behörden die Möglichkeit haben, die Wahrheit zu sagen. Und Greg hat auch die Chance, die Wahrheit über 1989 zu sagen", sagte der 38-Jährige am Rande der 97. Tour de France.

Damit spielte Armstrong auf den zweiten der drei Tour-Siege LeMonds an, als dieser beim abschließenden Zeitfahren in Paris dem Franzosen Laurent Fignon 58 Sekunden abgeknöpft und mit nur acht Sekunden Vorsprung die Rundfahrt gewonnen hatte. Bislang galt immer der Einsatz eines Triathlon-Lenkers als Schlüssel zum Erfolg von LeMond, Armstrong hat freilich andere Hintergründe im Sinn.

Die beiden Amerikaner sind seit 2001 verfeindet. Erst am Wochenende hatte LeMond in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung schwere Anschuldigungen gegen den Texaner erhoben. Armstrong habe versucht, Leute zu bestechen, die aussagen, dass ich Epo genommen hätte. Auch habe der RadioShack-Kapitän mindestens 500.000 Euro an den Radsport-Weltverband gezahlt, offenbar um positive Dopingproben zu vertuschen.

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