Trotz seines schweren Sturzes auf der 16. Etappe der Tour de France will Radprofi Jens Voigt das Rennen fortsetzen. "Ich stehe auf jeden Fall am Donnerstag am Start. Ich will nach Paris. Ich kann doch nicht zwei Jahre in Folge bei der Tour aufgeben", sagte der 38-Jährige.

Voigt war auf der Abfahrt des Col de Peyresourde bei Tempo 70 das Vorderrad geplatzt. Dabei erlitt der gebürtige Mecklenburger Prellungen und Hautabschürfungen am ganzen Körper.

"Eigentlich ist nur der rechte Knöchel heil geblieben. Die Rippen fühlen sich eklig an, wenn ich mich bewege. Ich will eigentlich gar nicht wissen, was damit ist. Ich weiß, dass es weh tut. Ob gebrochen oder nicht, ist da unerheblich", sagte Voigt, der sich in Pau röntgen lassen will.

Der Sturz in der Anfangsphase des Rennens war von den Kameras nicht eingefangen worden. Voigt hatte sich anschließend noch ins Gruppetto gekämpft und das Ziel mit fast 35 Minuten Rückstand erreicht.

"Die ganze linke Seite meines Körpers wurde schwer verletzt. Meine Rippen schmerzen, aber hey, gebrochene Rippen sind sowieso überbewertet", sagte Voigt: `Glücklicherweise bin ich nicht auf meinem Gesicht gelandet. Ich lebe noch."

Am 21. Juli 2009, also fast exakt ein Jahr zuvor, war Voigt auf der Abfahrt des Kleinen Sankt Bernhard bei Tempo 80 zu Fall gekommen und hatte dabei Brüche an Jochbein und Kiefer sowie eine Gehirnerschütterung erlitten.

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