Floyd Landis hat sich mit seinen Doping-Anschuldigungen gegen Lance Armstrong in seiner Heimat offenbar keine Freunde gemacht. So wurde dem 34-Jährigen bei einem Radrennen in Oregon untersagt, mit Sponsorenlogos auf dem Trikot zu starten.

Landis, der sich von seinem vorherigen Bahati-Rennstall getrennt hatte, bestreitet nun in einem einfarbigen Trikot das Rennen.

Angesprochen auf seine Aussagen, sagte Landis, dass er sein Geständnis nicht bereue. "Ich habe getan, was richtig war. Ich hoffe, dass die Leute die Wahrheit wissen wollen, obwohl das nicht mein Hauptmotiv war."

Landis, dem der Toursieg 2006 wegen Dopings aberkannt worden war, hatte bei seinem Geständnis im Mai dieses Jahres schwere Anschuldigungen gegen Armstrong und weitere Mitglieder des US-Postal-Teams erhoben. Systematisches Doping sei an der Tagesordnung gewesen, hieß es.

Zur Finanzierung der verbotenen Mittel seien sogar Rennräder verkauft worden. Armstrong sowie der damalige Teamchef Teamchef Johan Bruyneel hatten die Vorwürfe bestritten und die Glaubwürdigkeit von Landis in Zweifel gezogen.

Die US-Behörden haben indes Ermittlungen gegen Armstrong und Co. wegen "Betrugs und Verschwörung" eingeleitet. Ende Juli soll beispielsweise Armstrong-Kritiker Greg LeMond vor der Grand Jury aussagen.

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