Floyd Landis hat seine Anschuldigungen gegen Tour-de-France-Rekordsieger Lance Armstrong in einem TV-Interview untermauert.

Der US-Amerikaner sagte im Gespräch mit dem TV-Sender "ABC" auch erstmals in aller Deutlichkeit, dass er Augenzeuge von Armstrongs Doping gewesen sei.

"Ohne ins Detail gehen zu wollen: Ja, ich habe gesehen, dass Armstrong Drogen genommen hat", erklärte Landis, der sich vor zwei Monaten selbst als Dopingsünder bekannt hat.

Der nachträglich disqualifizierte Tour-Sieger von 2006 habe Armstrong mehrmals bei nicht erlaubten Bluttransfusionen gesehen.

Armstrongs Anwalt Tim Herman wies die Anschuldigungen von Armstrongs früherem US-Postal-Kollegen erneut zurück: "Landis ist ein bekennender Eidbrecher und ein Lügner. Es ist wie Lance gesagt hat: Wenn man einmal von saurer Milch gekostet hat, muss man nicht den ganzen Karton austrinken, um zu merken, dass alles sauer ist."

Landis ließ in seinem Interview auch mit seiner Antwort auf die Frage, ob er Armstrong als Betrüger bezeichnen würde, tief blicken: "Das kommt auf die Definition von Betrüger an: Schauen Sie, hätte er die Tour nicht gewonnen, hätte ein anderer Gedopter die Tour gewonnen - bei jeder einzelnen Tour."

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