Der Radsport-Weltverband UCI hat offenbar fünf Fahrer mit auffälligen Blut- und Urinwerten nicht gesperrt.

Nach einem Bericht des Wall Street Journal (WSJ) hat die UCI im Dezember 2009 eine Liste mit acht Namen erhalten, deren Biologischer Pass Unregelmäßigkeiten aufwies.

Bisher wurden allerdings lediglich der Italiener Franco Pellizotti, der Slowene Tadej Valjavec und der Spanier Jesus Rosendo gesperrt.

UCI-Präsident McQuaid bestätigte, dass es fünf Fahrer mit verdächtigen Werten gebe, gegen die noch keine Sanktionen erlassen wurden.

Die Namen der Profis sind dem Weltverband allerdings bekannt.

Nach Informationen des WSJ haben zudem mindestens zwei Mitglieder des neunköpfigen Expertengremiums, das die Biologischen Pässe analysiert, Bedenken geäußert, die UCI würde bestimmte Fahrer schützen.

Als Konsequenz will die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) künftig Einsicht in die mit dem Biologischen Pass gesammelten Daten erhalten. In den vergangenen drei Wochen seien entsprechende Maßnahmen eingeleitet worden.

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