Andreas Klöden hat den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) scharf kritisiert. Nach Meinung des 35-Jährigen ist die Führungsebene mit Präsident Rudolf Scharping, Sportdirektor Burckhard Bremer und Vizepräsident Udo Sprenger dafür verantwortlich, dass Deutschland erstmals seit Jahren womöglich nur sechs statt neun Fahrer zu den Weltmeisterschaften Ende September in Australien schicken wird.

"Der Verband ist ein Amateur. Keiner hat Ahnung von professionellem Radsport. Erst wenn die Herren in den Ruhestand gehen, wird es besser", schrieb Klöden bei "Twitter".

Deutschland belegt in der Nationenwertung derzeit Platz zwölf, nur die besten zehn Länder dürfen das Maximalaufgebot zur WM schicken. Maßgeblich ist die am kommenden Montag erscheinende Rangliste.

Beim BDR lösten Klödens Worte nur Kopfschütteln aus. "Herr Klöden hat seine Probleme mit der BDR-Führung schon länger. Er äußert sich mal mehr und mal weniger qualifiziert", sagte Sprenger. Klöden war vor den Olympischen Spielen 2008 aus Frust über seine Nichtnominierung aus dem Nationalteam zurückgetreten.

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