Die gerichtlichen Auseinandersetzungen mit dem Doping-Experten Werner Franke sind für den früheren Radprofi Jan Ullrich nach dem Urteil des Hamburger Landgerichts vom Freitag offenbar noch nicht beendet.

Nachdem das Gericht Ullrichs Unterlassungsklage gegen den Heidelberger Professor zurückgewiesen hatte, könnte nun ein früheres Zivilverfahren wieder aufgenommen werden.

Frankes Anwalt Michael Lehner jedenfalls hat bei der Hamburger Generalstaatsanwaltschaft Beschwerde gegen die Einstellung eines Strafverfahrens wegen falscher eidesstattlicher Versicherung eingelegt. Ullrich hatte Frankes Behauptung, er habe mindestens 35.000 Euro zu Dopingzwecken an den spanischen Mediziner Eufemiano Fuentes bezahlt, mit einer eidestattlichen Versicherung zurückgewiesen. Er habe nie Kontakt zu Fuentes gehabt.

Am Freitag hatte das Hamburger Landgericht entschieden, dass Frankes Aussage als wahr anzusehen sei.

Nun will Franke offenbar nachlegen. "Es kann doch nicht sein, dass Ullrich mit dieser Erklärung vier Jahre lang Gerichte und mich belügt und nun ungeschoren davonkommt", sagte der renommierte Doping-Verfolger. Er habe zudem viel Zeit und Geld in die Auseinandersetzungen mit Ullrich investiert.

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