Fast zwei Jahre nach seinem positiven Test hat Radprofi Stefan Schumacher die Dopingspekulationen um seine Person erneut angeheizt. In einem "kicker"-Interview antwortete der 29-Jährige auf die Frage, ob er als ehemaliger Dopingsünder jetzt anders gesehen werde: "Womöglich, doch ich weiß ja, dass ich Mist gebaut habe. Die letzten zwei Jahre waren die härtesten meines Lebens." Der WM-Dritte von 2007 deutete damit an, zu verbotenen Substanzen gegriffen zu haben.

Schumacher kehrt am Samstag beim Giro del Veneto in Italien ins Renngeschehen zurück. Der Klassikerspezialist hat beim Team Miche einen Vertrag bis Saisonende mit Option für 2011 unterschrieben. Im Oktober 2008 wurde dem Nürtinger in Nachtests der Tour de France Doping mit der Epo-Variante Cera nachgewiesen. Seine Proben der Olympischen Spiele von Peking wiesen ebenfalls Cera-Spuren auf.

Schumachers indirektes Geständnis überrascht nun insofern, als dass er vor einem Monat Fragen zu seiner Vergangenheit noch abblockte. `Zu diesem Thema werde ich keine Stellungnahmen mehr abgeben", sagte Schumacher. In den vergangenen zwei Jahren sei so viel darüber gesagt und geschrieben worden - ob von ihm, von anderen oder von den Medien - er denke, das reiche.

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