Der ehemalige Radprofi Floyd Landis hat im Namen der amerikanischen Regierung Klage eingereicht, wie das "Wall Street Journal" berichtet.

Genaue Inhalte der Klage sind nicht bekannt. Nach Angaben der Zeitung soll Landis nach dem Bundesgesetz False Claim Act gehandelt haben, das US-Bürgern erlaubt, als sogenannte Whistleblower im Namen der Regierung zu klagen.

Landis war in seiner Karriere unter anderem gemeinsam mit dem siebenmaligen Toursieger Lance Armstrong für das US Postal Team gefahren, das von einer staatlichen Institution gesponsert wurde.

Landis hatte 2006 selbst die Frankreich-Rundfahrt gewonnen. Der Titel wurde ihm aber wieder aberkannt, nachdem er positiv auf Testosteron getestet worden war. Später bezichtigte Landis auch ehemalige Teamkollegen, darunter Armstrong, des Dopings.

Nun soll untersucht werden, ob sich Armstrong, der sechs seiner sieben Tour-Titel mit US Postal gewonnen hatte, des Betruges am amerikanischen Postal Service schuldigt gemacht hat. Die Regierung kann entscheiden, ob sie in den Fall einsteigt. Sollte eine Klage zum Erfolg führen, stünde Landis 30 Prozent des Schadenersatzes zu.

"Dass Floyd Landis das wegen des Geldes tut, bestätigt alles, was wir schon über ihn wussten", sagte Armstrongs Sprecher Mark Fabiani: "Es ist uns ein absolutes Rätsel, warum die Regierung auch nur einen Penny an Steuergeldern verwenden sollte, um Landis in seinen widerwärtigen und betrügerischen Absichten zu unterstützen."

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