Einer der hartnäckigsten Anti-Doping-Kämpfer geht in den Ruhestand: Pierre Bordry ist als Präsident der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD ohne genaue Angabe von Gründen zurückgetreten.

"Die Agentur hat inzwischen ein Level an Kompetenz erreicht, das von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA anerkannt wird. Es stehen in naher Zukunft wichtige Entscheidungen an, und da ich in meiner Präsidentschaft nur noch wenige Monate im Amt gewesen wäre, möchte ich jetzt den Weg freimachen", sagte der 71-Jährige.

Bordry hatte im Juli 2005 seinen Posten angetreten und sich in kurzer Zeit mit einem rigiden Anti-Doping-Kurs einen Namen gemacht. Unter anderem hatte die AFLD unter seiner Regie das Testverfahren auf den Epo-Nachfolger Cera auf den Weg gebracht, wodurch 2008 bei der Tour de France einige prominente Dopingsünder wie Stefan Schumacher, Bernhard Kohl oder Riccardo Ricco enttarnt worden waren.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel