Der größte Dopingskandal der jüngeren Sportgeschichte um den spanischen Frauenarzt Eufemiano Fuentes droht zu versanden.

"Wenn das Urteil endgültig ist, nach einer möglichen Berufung, dann ist es wahrscheinlich, dass am Ende die Blutbeutel und Beweise zerstört werden", sagte der zuständige Revisionsrichter am Oberlandesgericht Madrid, Arturo Beltran, der ARD-Sportschau und dem WDR-Magazin "sport inside".

Beltran hatte dafür gesorgt, dass das Verfahren gegen Fuentes im Frühjahr 2011 wieder aufgenommen wird. Selbst die spanische Justiz rechnet nicht damit, dass neben den bekannt gewordenen Fällen aus dem Radsport im Zuge des weiteren Verfahrens Verbindungen weiterer Sportarten zu Fuentes aufgedeckt werden.

"Wahrscheinlich könnte man schon ermitteln, welche Sportler bei Fuentes gedopt haben. Aber da dies für das Strafrecht nicht relevant ist, wurden diese Ermittlungen nicht durchgeführt. Und deshalb werden mit großer Wahrscheinlichkeit in dem Verfahren gegen Fuentes auch keine neuen Sportlernamen oder Sportarten auftauche", erklärte der für den Fall Fuentes zuständige Madrider Oberstaatsanwalt Eduardo Esteban.

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