Der Präsident des Weltverbandes UCI, Pat McQuaid, will im Fall Alberto Contador eine schnelle Entscheidung.

"Ich weiß nicht, wie lange es noch dauert und ich weiß auch nicht, welchen Stand die Untersuchungen haben. Aber im Interesse des Sports sollte schnell eine Entscheidung fallen", sagte der Ire. Das werde er auch über das Wochenende mit David Howman, dem Generaldirektor der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), besprechen.

Darüber hinaus wollte sich McQuaid zum Dopingfall Contador nicht äußern. Das sei ein laufendes Verfahren. Der Spanier war bei der Tour de France in A- und B-Probe positiv auf eine kleine Menge an Clenbuterol getestet worden. Der spätere Sieger hatte dies nachträglich auf kontaminiertes Fleisch zurückgeführt.

Nach den vielen spanischen Dopingfällen richtete UCI-Präsident Pat McQuaid deutliche Kritik an die Iberer: "Die Regierung muss erkennen, dass es ein Doping-Problem in Spanien gibt. Ich weiß nicht, ob sie das schon realisiert hat. Vielleicht 50 Prozent unserer Dopingfälle, exakt weiß ich es nicht, kommen aus Spanien. Und bis jetzt scheint es so, dass der Kampf gegen Doping dort nicht ernst genommen wird. Das muss aber von der Regierung kommen."

Ein Sprecher des Sportausschusses der spanischen Regierung wollte nicht auf die einzelnen Vorwürfe eingehen, wies die Kritik aber zurück. "Spanien war, ist und wird weiterhin beim Kampf gegen Doping in erster Reihe stehen", sagte der nicht namentlich genannte Sprecher.

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