Der Radsport-Weltverband UCI soll im Dopingfall Alberto Contador bereits Ende August einen "faulen Kompromiss" mit dem dreimaligen Toursieger ausgehandelt haben.

Wie die spanische Zeitung "El Pais" berichtet, hätten sich die UCI und Contador bei einem Treffen in Puertollano kurz nach dem Ergebnis der positiven Dopingprobe auf eine dreimonatige Sperre verständigt.

Voraussetzung sei gewesen, dass der Spanier eine vorläufige Sperre akzeptiert.

Dieser Deal würde Contador in keiner Weise treffen, da die Sperre Ende November ausliefe und er seine Saison längst beendet hat.

Zugleich wären mit einem entsprechenden Urteil auch die juristischen Hindernisse aus dem Weg geräumt, da Contador in A- und B-Probe positiv gestestet worden war und somit ein Freispruch für die UCI schwer zu vermitteln ist.

Contador war am zweiten Ruhetag der Tour de France (21. Juli) positiv auf Clenbuterol getestet worden. Der Spanier hatte dies auf kontaminiertes Fleisch zurückgeführt und auf die geringe Konzentration des Kälbermastmittels in seiner Urinprobe verwiesen.

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