Der Radsport bleibt in den Schlagzeilen: Ettore Torri, Anti-Doping-Chefankläger von Italiens Nationalem Olympischen Komitee CONI, hat mit seinen Äußerungen für großes Aufsehen gesorgt.

"Sämtliche Radprofis, die ich vernommen habe, haben es mir bestätigt: Alle Radfahrer nehmen verbotene Substanzen ein", wurde Torri am Mittwoch in der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" zitiert.

"Wäre Doping nicht gesundheitsgefährdend, sollte es liberalisiert werden. Ich glaube nicht, dass Doping bekämpft werden kann", fügte der 79-Jährige, der unter anderem die Doping-Ermittlungen gegen die Radprofis Alejandro Valverde und Ivan Basso leitete, hinzu.

Der italienische Radsport reagierte kritisch auf Torris Anschuldigungen. "Es ist einfach zu allgemein, zu behaupten, dass alle Radfahrer gedopt sind. Ich bin optimistisch. Wir arbeiten alle gegen Doping", sagte der italienische Verbandspräsident Renato Di Rocco.

Das italienische Team Liquigas will Torri offenbar sogar wegen Rufschädigung verklagen.

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