Der ehemalige Teamchef Hans-Michael Holczer hat sich für eine Verdopplung der maximalen Dopingsperre im Radsport ausgesprochen.

"Ich würde sie für vier Jahre sperren", sagte der langjährige Leiter des Gerolsteiner-Rennstalls dem "Kölner Stadtanzeiger".

Holczer liefert die Begründung gleich mit: "Doping findet nicht spontan und nicht im Affekt statt, sondern immer berechnend. Sie müssen, wenn sie dopen, das Zeug besorgen. Sie müssen sicher sein, dass sie nicht erwischt werden. Kein Fahrer nimmt etwas, wenn er nicht vom Arzt oder Apotheker gesagt bekommt, in der Dosierung oder mit der Maskierung findet man das nicht."

Zwei Jahre Sperre vergingen schnell, habe er gemerkt, so Holczer, "vier Jahre sind in einem Sportlerleben prägend, da bist Du dann mit 30 Jahren definitiv draußen."

Den "Fall Alberto Contador" sieht Hans-Michael Holczer als Prüfstein für die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) an. "Wenn die WADA sich auf einen Kuhhandel einlässt und Contador nicht angemessen sperrt, dann können sie die WADA gleich einstampfen", sagte Holczer.

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