Der frühere Sport-Manager Stefan Matschiner muss im österreichischen Doping-Skandal trotz einer strafrechtlichen Verurteilung nicht noch einmal ins Gefängnis.

Das Wiener Straflandesgericht sprach Matschiner zwar des versuchten Blutdopings und der Weitergabe illegaler Substanzen schuldig und setzte eine einmonatige Haftstrafe für 14 Monate zur Bewährung, doch gilt die Strafe angesichts Matschiners fünfwöchiger Untersuchungshaft bereits als verbüßt.

"Für die Öffentlichkeit ist das Signal wichtig, dass das Anti-Doping-Gesetz ernst genommen und durch die Verhängung von Strafen gestützt wird", erklärte der zuständige Richter bei der Urteilsverkündung.

Matschiner hatte im Prozessverlauf die Versorgung einiger von ihm betreuter Athleten mit dem Blutdopingmittel Epo sowie Testosteron und Wachstumshormonen gestanden.

Namentlich nannte der frühere Leichtathlet die geständigen Bernhard Kohl (Radsport) und Lisa Hütthaler (Triathlon) sowie den ehemaligen Gerolsteiner-Radprofi Markus Zberg.

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