Das Radsport-Team Liquigas verlangt von Ettore Torri, dem Anti-Doping-Chefankläger des Nationalem Olympischen Komitee Italiens CONI, eine Entschädigung von fünf Millionen Euro wegen Rufschädigung.

Torri hatte vor wenigen Tagen behauptet, dass alle Radprofis verbotene Substanzen nehmen würden.

"Torris Aussagen haben unserem Ansehen enorm geschadet. Sie haben verheerende Auswirkungen gehabt. Könnte er unsere Kapitäne Ivan Basso und Vincenzo Nibali belasten, wäre er glücklich. Ab einem gewissen Alter ist die Pension eine Pflicht, nicht ein Recht", wurde Liquigas-Präsident Paolo Zani von der italienischen Sporttageszeitung `"Gazzetta dello Sport" zitiert.

"Alle Radprofis, die ich vernommen habe, haben es mir bestätigt: Alle Radfahrer nehmen verbotene Substanzen ein", hatte Torri kürzlich behauptet.

"Wäre Doping nicht für die Gesundheit der Radprofis gefährlich, sollte es liberalisiert werden. Es ist ungerecht, dass von 100 gedopten Radsportlern nur einer erwischt wird und die Konsequenzen dafür zahlen muss. Je länger ich in diesem Bereich arbeite, desto mehr überrascht mich die Verbreitung dieses Problems. Ich glaube nicht, dass Doping bekämpft werden kann", sagte der 79-jährige Torri, der seit vier Jahren Anti-Doping-Chefankläger ist.

Im Laufe seiner Karriere hat er unter anderem Ermittlungen gegen den Spanier Alejandro Valverde sowie gegen Ivan Basso geführt.

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