Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat Alberto Contadors Erklärung für seinen positiven Dopingtest bei der Tour de France entkräftet.

Der dreimalige Toursieger aus Spanien hatte kontaminiertes Fleisch für seine positive Dopingprobe auf Clenbuterol verantwortlich gemacht.

Daraufhin führte die WADA Untersuchungen in der betroffenen Metzgerei in Nordspanien durch, fand aber keine Beweise für die Verwendung des illegal zur Kälbermast verwendeten Mittels.

Auch in der Schlachterei, die den Metzger beliefert, waren keine Hinweise zu entdecken. Das berichtet die spanische Tageszeitung "El Pais".

In einer ersten Stellungnahme erklärten die Anwälte Contadors die Untersuchungen der WADA für gegenstandslos: "Nach sorgfältigem Studium der durch den Weltverband UCI zugesandten Dokumente ist es nicht möglich, daraus bestimmen, dass das Fleisch nicht kontaminiert war."

Die Anwälte warfen der WADA vor, nur oberflächlich ermittelt zu haben: "Die ganze Arbeit der Ermittler bestand darin, die Metzger zu befragen, ob das Fleisch gemäß den gesundheitlichen Anforderungen verkauft worden sei, und wer die Zulieferer waren. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass in der betroffenden Metzgerei oder der beliefernden Fleischerei Analysen in irgendeiner Weise vorgenommen worden sind."

Contador war am zweiten Ruhetag der Tour de France positiv getestet worden und hatte danach behauptet, er habe vor dem Ruhetag in Pau ein Stück Rindfleisch, das ein Bekannter aus der spanischen Stadt Irun mitgebracht habe, im Teambus der Astana-Mannschaft gegessen und nicht am Abendessen im Teamhotel teilgenommen.

Der Radsport-Weltverband UCI, der eine vorläufige Sperre gegen Contador ausgesprochen hat, leitete den WADA-Bericht an den spanischen Verband RFEC weiter.

Dieser muss nun entscheiden, ob er Sanktionen gegen den 27-jährigen Contador verhängt.

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