Die Dopingaffäre um Tour-Sieger Alberto Contador wird aller Voraussicht nach vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne landen. Dies erwartet inzwischen auch Carlos Castano, der den Fall als Präsident des spanischen Radsportverbandes RFEC derzeit in Händen hat.

"Vor Mitte Januar wird es keine Lösung geben. Der Fall wird vor dem CAS landen, da keine der beiden Parteien einlenken will", meinte Castano zum Fall des 28-Jährigen Contador, der seine positiven Proben vom zweiten Ruhetag der diesjährigen Tour mit dem Verzehr von angeblich verseuchtem Fleisch erklärt.

Der Radsport-Weltverband UCI hatte bereits angekündigt, er werde im Falle eines zu milden Urteils, das der spanische Radsportverband bis Mitte Februar aussprechen sollte, ohnehin zum CAS ziehen. "Wenn wir mit dem Urteil der Spanier nicht glücklich sind, beraten wir uns mit der WADA (Welt-Anti-Doping-Agentur, d. Red.) und gehen vor den CAS", sagte UCI-Präsident Pat McQuaid.

Der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees von Spanien, Alejandro Blanco, forderte im Falle einer Schuld die maximal mögliche Sperre von zwei Jahren für Alberto Contador. Gleiches gelte für die in die Operation Windhund verwickelten Leichtathleten. Dabei war in der vergangenen Woche unter anderem Hindernis-Weltmeisterin Marta Dominguez festgenommen worden.

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