Ein vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) in Auftrag gegebenes Gutachten hat Sportdirektor Burckhard Bremer vom Vorwurf der Dopingvertuschung entlastet.

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" sieht sich der BDR nicht veranlasst, Bremer disziplinar- oder arbeitsrechtlich zu belangen. Bremer wurde unter anderem vorgeworfen die Dopingfälle des Profis Patrik Sinkewitz (2000) und des Bahnfahrers Christian Lademann (2004) vertuscht zu haben.

Das als unabhängig deklarierte BDR-Gutachten hat jedoch einen faden Beigeschmack. Laut "SZ" ist es von einem Strafrechtler erstellt worden, dessen Bruder beim Verband im Referat Leistungssport angestellt ist. Der Passauer Universitätsjurist sehe jedoch keinen Interessenskonflikt in dem Verwandtschaftsverhältnis.

Derzeit prüft das Innenministerium (BMI), ob der BDR Bundesmittel als "rechtliche Konsequenzen aus dem Verhalten von Herrn Bremer" zurückzahlen muss.

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