Im Fall Alberto Contador wird der spanische Radsport-Verband RFEC zwischen dem 10. und 15. Februar ein Urteil fällen.

Das teilte RFEC-Präsident Juan Carlos Castano am Mittwoch mit und kündigte an, dass sich das Wettkampfkomitee der Spanier bei der Bewertung nach der Meinung der medizinischen Abteilung des Weltverbandes UCI richten werde. Die Spanier rechnen Anfang nächster Woche mit dem Dossier der UCI.

Damit darf Contador nicht auf ein mildes Urteil seiner Landsleute hoffen, zumal UCI und Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) die Verteidigungsstrategie bislang recht skeptisch bewertet hatten.

Zuletzt hatte auch UCI-Präsident Pat McQuaid durchblicken lassen, dass es gut möglich sei, dass Contador bei der Tour nicht am Start stehe.

Contador war am zweiten Ruhetag der Frankreich-Rundfahrt des vergangenen Jahres positiv auf Clenbuterol getestet worden, hatte das Ergebnis jedoch stets mit dem Verzehr von verunreinigtem Fleisch erklärt.

Sollte Contador schuldig gesprochen werden, droht ihm die Aberkennung seines dritten Tour-Sieges und wohl eine längere Auszeit. Auch wenn Contador Einspruch gegen eine mögliche Sperre beim Internationalen Sportgerichtshof CAS einlegen würde, bliebe er bis zum endgültigen Urteil gesperrt.

Bjarne Riis, Contadors neuer Teamchef bei Saxo Bank, befürchtet bereits Schlimmstes. "Für mich ist er unschuldig, aber McQuaid will aus politischen Gründen, dass er gesperrt wird", sagte der Toursieger von 1996.

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