Die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Modena hat sich im Rahmen der Ermittlungen gegen den geständigen Dopingsünder Riccardo Ricco auf die Jagd nach Komplizen des Radprofis begeben.

Es wird nach Personen gesucht, die dem Kletterspezialisten bei der Eigenbluttransfusion mit Blut, das 25 Tage lang im Kühlschrank gelagert war, geholfen haben sollen.

Nach Angaben der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" befragen die Ermittler in der Angelegenheit auch Riccos Lebensgefährtin. Gegen Radfahrerin Vania Rossi waren bereits in den vergangenen Jahren Dopingermittlungen gelaufen. Rossi hatte behauptet, dass sie nicht zu Hause war, als Ricco in der Nacht zum Sonntag zusammengebrochen war und ins Krankenhaus von Modena eingeliefert werden musste.

Die Ermittler kontrollierten offenbar auch Riccos Handy, um festzustellen, mit wem er vor seinem Zusammenbruch in Verbindung getreten war. Mit dem Fall Ricco wollen sich auch die Staatsanwaltschaften der Städte Padua und Perugia befassen, die bereits in den vergangenen Jahren gegen den Profi ermittelt hatten.

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